Gedankensplitter 10

Wo sitzt sie die Weisheit des Menschen?
Wir spüren ihr nach seit Menschengedenken.
Vermuten, untersuchen ihre Erscheinung.
Wahre Weisheit wächst leise.
Im Innern gepflanzt,
treibt sie Sprösslinge,
bis der Mensch dem Baum gleich,
seine Kraft aus sich zieht.
Weisheit, als Blüten treiben hinaus,
zu den Menschen, die sich öffnen.

Sie wächst in Jedem von uns,
aber nicht Jeder hat einen grünen Daumen.

San, 2009

 

Gedankensplitter 9

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Gedankensplitter 1

 

Gedankensplitter 9

Tränenmeer

Ein Meer füllt sich mit all den Tränen.
Tränen der Hoffnungslosigkeit
Tränen des Verlustes
Tränen der Angst
Ertrinken werden wir darin
bei dem Versuch es zu durchqueren.

Ein Meer sollte man füllen mit
Tränen der Freude
Tränen des Glücks
Tränen der unverhofften Zuversicht.

Würden unsere Seelen darin baden,
würden sie jede für sich
ihren Frieden finden.

San, 2009

und heute November 2016 lese ich meinen Splitter 
aus 2009 und bekomme glasige Augen.

Gedankensplitter 8

Gedankensplitter 7

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Gedankensplitter 3

Gedankensplitter 2

Gedankensplitter 1

Gedankensplitter 8

Flau ist einem oft schon in Kindertagen
doch vermag man nicht zu sagen,
was die Steine sind
die man da trägt.
So geht man still und auch sehr leise,
durch die Zeit auf seine Weise.

Einer wird laut mit all der Last.
Ein anderer macht eine Rast.
So mancher aber stellt sich auf,
nimmt an sein Leben, seinen Lauf.

Manchmal  aber tritt doch ein,
aufgefressen von der Pein,
liegst Du darnieder.
Doch da mit letzter Kraft,
die Du noch spürst,
stehst Du auf.
Lächelst
und nimmst das Leben
als das was es ist
für Dich in Kauf.

San, 2010

Gedankensplitter 7

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Gedankensplitter 7

Wenn ich zähle…
Wenn ich die Stunden zähle,
die mich die Liebe schon umfing,
brauche ich einen Rechenschieber.
Liebe zählt leise.
Wenn ich das Kommen
und das Gehen zähle,
komme ich wieder am Anfang an
und beginne von Neuem zu zählen.
Liebe ist immer der Anfang.
Wenn ich mich einmal verzählt habe,
mache ich aus den Zahlen Buchstaben,
die sachte aus mir heraus fließen.
Liebe beschreibt das Ende.
Wenn ich auf Dich zähle meine Liebe,
verzähle ich mich nie.
Denn Du bist das A und O
meines Zahlensystems.
Wenn ich zähle…

San, 2010

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Gedankensplitter 1

Gedankensplitter 6

Nicht jedes Musikstück kommt an Dich ran,
vielleicht ist es nicht Teil deines Lebens.
Nicht jedes Bild kommt durch dein Auge in Dich hinein,
vielleicht fehlt Dir dieses Puzzlestück nicht.
Nicht jeder Vers trifft deinen Nerv,
wie denn auch, Du liest ihn mit deinen Augen,
vor dem Hintergrund deines Lebens.

Jeder Vers den Du liest und der mit Dir spricht,
ist ein Wegbegleiter.
Jedes Bild das Dich in Form, Farbe oder Ausdruck berührt,
ist ein Wegbegleiter.
Jedes Musikstück das sich in deiner Seele verfängt,
ist ein Wegbegleiter.

Die Kunst ist eine der schönsten Formen,
den Menschen verstehen zu lernen
und damit sich selbst, ein Stück näher zu kommen.

Darum nimm Dir und den Menschen nicht die Kunst,
auf unterschiedlichste Art miteinander zu kommunizieren.
Denn dafür wurde sie uns geschenkt.

San, 2010

Gedankensplitter 5

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Gedankensplitter 1

Gedankensplitter 5

Erkennen macht den Menschen
gibt ihm Form und Halt.
Halte Dich in deiner Form,
doch bleib formbar.
Glauben in Dir lässt Dich finden.
Nicht immer was Du gesucht hast,
aber eben das was Dich ausmacht.
Sei in Dir und mit Anderen sanft.

Kampf führt nicht zu Liebe
aber Liebe macht jeden Kampf
irgendwann überflüssig.

San, 2010

Gedankensplitter 4

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Gedankensplitter 4

Eine Wolke,
klein, dumm wie ein Schaf,
schwebte über uns.
Du wie der Hirtenknabe,
ausgestreckt auf der Wiese,
die Augen gen Himmel.
„Dunkel sind die Wolken“,
flüsterst Du.
„Hell ist das Licht darüber“,
erwidere ich.
Recht hatten wir wohl Beide.
Kein Schaf ist so dumm,
wie es uns auf den ersten Blick erscheint.
So trabte das Schaf dahin,
weitere folgten,
liefen vorbei und verschwanden.
Wir lagen noch immer auf der Wiese.
Du, wie der Hirtenknabe.
Ich, als gehöre ich nicht in dieses Bild.

San, 2010

 

Gedankensplitter 3

Gedankensplitter 2

Gedankensplitter 1

 

 

Dub FX, 21.10.2016, Frankfurt am Main, Batschkapp

22.10.2016, 1 Uhr am Morgen

Körperfunktionen: erste Bestandsaufnahme nach langer Konzertnacht

Tennisbälle unter den Füßen.(Eher vier als zwei)
Die Füße selbst tanzen gefühlt noch immer, zumindest in unserer Vorstellung. Wir überlegen derweil, wie wir unsere angeschlagenen Knochen mit den anderen, die im Schnitt 20-30 Jahre jünger sind als wir, aus der Halle bewegen sollen.
Wir wissen jetzt genau wo das Brustbein sitzt, denn zwischenzeitlich
hat es versucht, vom Bass getragen, den Körper frei schwingend zu verlassen.
Die Steigerung von extremer Hitze, können wir am eigenen Leib
mit gezielten Gänsehaut-Anfällen unter Kontrolle halten.
Vor Freude strahlende Augen sind nicht gleichzusetzen mit
einem irren Blick. Wir strahlen immer so, auch wenn wir nicht ständig
von Strahlern getroffen werden.
Kein Schminkverlust, somit auch kein Gesichtsverlust.
Schon schlau, wenn man gleich ungeschminkt los zieht.
Reflexe 1A, auch nach 4 Stunden im Dauertest.
Augenlider legen sich sanft über die letzten Töne.
Nur gut, dass mein Fahrer Streichhölzer dabei hat und wir so bis nach Hause kommen.

22.10.2016, 2 Uhr im Bett angekommen

Wahnsinn, wer hat die Musik angemacht? Keine an?
Und das ganz ohne Drogen. Irre.
War ich eben noch müde, so möchte ich jetzt gerne weiter tanzen.
Mach ich, mit offenen Augen und träume, bis mich mein
zuckendes, irgendwann mal operiertes, Knie weckt. Ganz schön groß so im Vergleich zu Knie Nr. 2.
Egal, der gefühlte Bass trägt mich wieder in den Schlaf.

22.10.2016, 7 Uhr

Augen klappen von alleine auf. Wie schön.
Bei dem Versuch wie gewohnt aus dem Bett zu steigen habe ich wohl meinen Körper vergessen, der liegt immer noch da wo ich ihn zuletzt abgelegt habe. Ich gehe zurück und hebe ihn an. Wow, Zementsack. Arme und Beine wenden sich der Bettkante zu. Das sah gestern aber noch erheblich eleganter aus. Treppe, könnte man heute auch auf dem Hintern runter rutschen, ginge sicher schneller.
Wer hat eigentlich die Flügel in meine Schulterblätter gerammt? Fliegen möchten die auch nicht, hängen nur zentnerschwer auf meinem Rücken.
Irgendwann, man soll es nicht glauben, habe ich die gefühlt 100kg schwere Kaffeekanne gefüllt.
Stunden später Geräusche am Treppenabsatz. Da ächzt aber Jemand ganz schön. Ich stehe unten an der Treppe und schaue breit grinsend, wie ein zweiter Alien versucht, die Treppe herab zu stolpern.

22.10.2016 kurze Zeit später

Neue Erkenntnis: Ich bin nicht allein. Es gibt noch mehr meiner Art.
Wir tragen uns durch den Tag, wer kann macht und gleichen die knackenden Geräusche unserer Restbestandteilkörper ab.
So viel wie an diesem Tag haben wir lange nicht mehr gelacht und
so ein Konzert schon eine Weile nicht mehr erlebt.

24.10.2016, 20:45 Uhr

Irgendwann werden wir 50 Jahre alt sein und nichts wird uns davon abhalten, die Musik die uns anspricht auch zu erleben.

Gespannt sind wir, wie der nächste Körperfunktionstest ausfallen wird. Bis dahin werden wir tanzen was das Zeug hält. Eben solange unsere Beine uns tragen, unsere Herzen den Takt finden und wir glücklich lachen.

Und während ich das schreibe wird mir klar, warum ich noch heute so extrem gute Laune habe…..und warum  wir nächstes Mal ganz sicher im Vorfeld Bananen essen für den Mehrbedarf an Magnesium so einer Nacht.

So Are You – Dub FX