Gedankensplitter 5

Erkennen macht den Menschen
gibt ihm Form und Halt.
Halte Dich in deiner Form,
doch bleib formbar.
Glauben in Dir lässt Dich finden.
Nicht immer was Du gesucht hast,
aber eben das was Dich ausmacht.
Sei in Dir und mit Anderen sanft.

Kampf führt nicht zu Liebe
aber Liebe macht jeden Kampf
irgendwann überflüssig.

San, 2010

Gedankensplitter 4

Gedankensplitter 3

Gedankensplitter 2

Gedankensplitter 1

 

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Gedankensplitter 4

Eine Wolke,
klein, dumm wie ein Schaf,
schwebte über uns.
Du wie der Hirtenknabe,
ausgestreckt auf der Wiese,
die Augen gen Himmel.
„Dunkel sind die Wolken“,
flüsterst Du.
„Hell ist das Licht darüber“,
erwidere ich.
Recht hatten wir wohl Beide.
Kein Schaf ist so dumm,
wie es uns auf den ersten Blick erscheint.
So trabte das Schaf dahin,
weitere folgten,
liefen vorbei und verschwanden.
Wir lagen noch immer auf der Wiese.
Du, wie der Hirtenknabe.
Ich, als gehöre ich nicht in dieses Bild.

San, 2010

 

Gedankensplitter 3

Gedankensplitter 2

Gedankensplitter 1

 

 

Gedankensplitter 3

Mir steht der Sinn
nicht nur
in kalter Zeit bereit
entzündet eine Kerze
damit ich sehen lerne.

Mir scheint das Leben
auf die Augen wärmt mich
an eiskalten Tagen
bis es mir die Tränen
aus den Augen treibt.

Mir schenkt der Sinn das Leben
und immer wieder neu
lerne ich nach ihm zu greifen.

San 16.10.2016

Gedankensplitter 2

Gedankensplitter 1

 

 

 

Gedankensplitter 2

Entgegen jeder Logik
am Rande des Verstandes
entdecke ich einen Gedanken.
Gedankenverloren sitzt er da,
lächelt mich an und springt.
Gedankenschwer fliegt er,
mir entgegen,
landet sanft, in meinem Herzen.
Entgegen jeder Logik,
lässt er sich fangen,
aufnehmen und verstehen.
Seltene Gedanken
finden mich immer,
entgegen jeder Logik.

San, 2010

Gedankensplitter 1

Sieh sie, die sich folgen
gebunden an und mit sich.
Verworren, verflochten,
unfrei.
Sieh mich offen mit Dir,
sehend und verstehend,
die Fesseln lösen.
Lass mich nicht zurück,
in einer Gruppe in der ich mich,
verloren fühle.
Lieber will ich alleine laufen.
Mitläufer sind schwach,
ihre Worte verhallen,
bevor sie den Mund verlassen.
Lass uns das Denken und Fühlen
verbinden.
Verbunden den Verbund,
leicht halten und offen,
für alle Gedanken und Gefühle
der Welt.

San, 2010 

 

 

Reize meine Augen

Reize meine Augen.
Bring Schimmer in die Pupillen.
Geht das Schwarz?
Nein, es wächst, wird riesig
weitet sich und verschwimmt.
Schimmernde Wimpern ertrinken
in Salz und Wasser.

Salz und Wasser
mischen das Meer an.
Es weitet sich.
Hinfort mit dem Salz.
Arme verdrängen
die Nähe des Wassers und begrüßen
Iris regenbogenfarben.

Brennend lodert das Braun,
hoffnungsvoll schillert das Grün.
Am Horizont zeigt sich gelb der Morgen
und rot versinkt die Sonne im Meer.

Reize meine Augen

San, 13.10.2016

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