Gedankensplitter 11

Warum stehe ich hier und starre in Dein Grab?
Warum lese ich all die alten Gedanken?
Weil es keine neuen mehr geben wird?
Wenn ich Dich zu Lebzeiten nicht verstanden habe,
wie sollte ich es jetzt hier,
mit schlamm bespritzten Schuhen,
verweinten Augen können?

Ich weine,
weil Du mir mit all Deinem Unverstand,
Deiner Bockigkeit, mit Deinem ewigen Leid,
eine Pein warst, über Jahre.

Jetzt stehe ich hier,
schaue auf Deinen Sarg der sich senkt,
senke den Kopf,
denn ich möchte lachen über die verschenkten Jahre.
Doch meine Kehle schnürt sich zu,
nimmt mir die Luft, denn ich spüre,
was ich dennoch für mich durch Dich gewann.

San, 2010

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