Denkspuren

 

Denkspuren ziehen sich durchs Leben,
leben und leben lassen, sollte es sein.
Wie Sand im Getriebe sind es die Gedanken,
die sich auf das Gaspedal legen.
Aus einem Turbo wird so weniger als ein Diesel.
Aus einem Rennwagen ein Garagenauto,
ohne Hoffnung auf die nächste Inspektion.
Denkspuren erkennt man an ihren Konturen,
sie formen starke Abgrenzungen in weiche Gefühle.

Lieben und sich lieben lassen sollte es sein,
doch keine Spur von Leichtigkeit schmiert den Motor.
Motorwäsche steht an und entfernt alles Überflüssige.
Doch auch die fließenden Gedanken gehen dahin.
Denkspuren sind Zeitzeugen eines Lebens.
Wir klammern uns an ihren Sinn und verlieren.
Wenn wir erst einmal von ihnen gezeichnet sind,
erkennt man uns, die zu oft falsch abbiegen aus Angst.
Wie eine Schleimspur ziehen wir sie hinter uns her,
das Tempo verlangsamt sich und wir werden müde.
Lebensmüde, weil man auf dem Weg,
zu oft die Liebe in den Denkspuren ersäuft hat.

So gebe ich mich jetzt in Reparatur,
lasse all meine verborgenen Farben aufpolieren,
freue mich an dem neuen Takt meines alten Motors.

Pflanze Herz neben Seele und sehe,
wie meine Denkspuren im Sand versinken.

San, 18.07.2010

 

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4 Gedanken zu “Denkspuren

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