Ein letzter Spaziergang im Wald

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Die Zweifel verflogen schnell,
als die Sonne auf uns schien.
Es war still und leise,
sanfte Töne aus den eigenen Reihen,
wundervolle Gedanken die sich trafen,
in der kleinen Kapelle im Wald.

Dein Wald der uns Kraft gab,
auch den heutigen Weg zu gehen.
Dein Enkel an meiner Seite,
mit mir, neben mir und bei Dir
Ein Tag voller Emotionen und doch
so leicht.

Dein Leben ein Schweres,
Deine Krankheit das Schwerste,
was wir gemeinsam erleben mussten.
Leicht der Tod, der Dich befreit hat.
Leicht der Flug deiner Seele,
die am Ende einer lebenslangen Suche,
angekommen ist.

Ich liebe Dich Paps,
für all die Wege, die ich mit Dir gehen durfte,
für die Emotionen, die Du mit mir geteilt hast,
für deine Stärke, die ich nun in mir spüre.
Danke, dass Du mir auch am heutigen Tag,
deine Hand gereicht hast,
wie zu unserer ersten Waldwanderung,
hast Du mich geleitet.

Ein letztes Mal, habe ich deinen Arm um meine Schulter gespürt.
Es war ein sanfter Abschied,
leise und still.

San, 24.04.2010
Gedanken zur Beerdigung meines Vaters

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17 Gedanken zu “Ein letzter Spaziergang im Wald

    • Lieben Dank auch Dir. Eins weiß ich auf alle Fälle, ich habe meinem Vater die Erinnerung an viele schöne, spannende Eindrücke, ein paar wichtige emotionale Momente und an das ein oder andere Abenteuer zu verdanken, das wir gemeinsam erleben durften. Und so schmunzel ich heute oft wenn ich an ihn denke, viel mehr als das mein Herz schwer wird.

      Liebe Grüße
      San

      Gefällt 1 Person

        • Ich glaube, die richtige Art damit umzugehen gibt es nicht. Zu unterschiedlich sind die Menschen, ihre Geschichten und die Art wie es zum Abschied kommt. Manche Menschen können nicht Abschied nehmen und müssen nach dem Tod eines Menschen ihre Gefühle und das Ungesagte mit sich selbst ausmachen, was den eigenen Weg sicher nicht leichter macht.
          Jeder für sich kann nur immer wieder versuchen, einen für ihn gangbaren Weg, der ihn weiter gehen lässt zu finden.
          Bei meinem Vater hatte ich das Glück, dass wir durch seine Krankheit noch viel Zeit miteinander verbringen konnten, miteinander reden und in kleinen Schritten Abschied nehmen. Das hat es mir in der Rückschau sicher leichter gemacht damit umzugehen und meinen Weg zu finden.

          Gefällt 1 Person

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