Volle Leere

Sie hat mich erfasst
und schüttelt mich.
Gänsehaut rinnt meinen Körper entlang.
Das sind die Momente
in denen ich volle Leere spüre.

Voll Gefühl, doch leer zugleich.
Fließende Gedanken
ziehen schweigend an mir vorüber.
Ich fange sie
um sie auszuleeren.

Still sehe ich
auf den Grund meiner Selbst.

Ein Wechselbad
ohne Duft und Zusatzstoffe.
Vollbad nur des Wassers wegen.

Leer taucht mein Geist hinab.
Tauche ich wieder auf,
fühle ich mich federleicht.
Die Leere gewichen
mein Geist neu gefüllt
wie ich mit dem Hall
leise plätschernder
Emotionen.

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6 Gedanken zu “Volle Leere

  1. „Die Traurigkeit der Welt bringt den Tod. Die Traurigkeit, die von Gott kommt, bringt eine Reue, die niemanden reut.“ PAULUS.
    Liebe San-Day, ich bin gerade mit Nikola Tesla beschäftigt, weil ich zu seinem 160. Geburtstag (10. Juli 2016) eine Bilderbio über ihn herausbringen will. – Dabei hab ich registriert, dass er – im Gegensatz zum relativen Albert Einstein – keineswegs an ein Vakuum voll absoluter Leere glaubte, sondern davon ausging, dass es auch im Vakuum „ätherisches Licht“ gibt. – Da Tesla inzwischen als Erfinder (über 700 Patente) ziemlich anerkannt ist, würde ich sagen: Der Erfolg gab ihm recht. – Einsteins Atombombe hat natürlich auch funktioniert, aber Teslas Erfindungen gefallen mir besser. 😉

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    • Lieber hsyzygos,

      mit Einstein und auch Tesla habe ich mich nicht wirklich beschäftigt. Ich versuche einfach in mir, ohne Atombombe, die Ordnung zu schaffen, die mich für andere Menschen erträglich und mich selbst mit mir glücklich sein lässt.
      Ich denke, die größten Geheimnisse findet der Mensch oft in sich selbst. Eben im kleinen Großen. Wer nur nach Außen blickt, so meine Ansicht, verlernt leicht sich selbst auch mal umzuformen.
      So modelliere ich schon lange immer wieder an meiner Form, in der Kommunikation nach Außen, aber eben auch im Gespräch mit mir selbst. Es ist einfach ein gutes Gefühl wenn man sich immer wieder einsammelt und mit offenen Augen als Ganzes durch die Welt stapft.

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  2. Schöpferische Emotionen als Schutzdeich gegen Wechselbäder der Leere mit allen ihren oftmals unsäglich ausufernden Geschmacklosigkeiten und bodenlosen Worthülsen…

    Der Leere eines Stimmungstiefs durch besonnenes Wiederauftauchen wie aus dem Nichts ‚einfach kräftig die Luft rauslassen‘, um letztlich den eigenen Lebensgeistern ihren ureigenen und frischen Atem wieder zurück zu bringen.

    In dieser Weise habe ich Dein Gedicht aufmerksam gelesen und es hoffentlich auch richtig verstanden . Die Idee, trotz allem sich stets selbst neu zu inspirieren, gefällt mir jedenfalls ausgezeichnet. Dafür Danke Dir.

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    • Lieber Icy, ich finde ja jeder darf lesen in den Zeilen was er mag und mitnehmen was ihm gefällt, Du hast meine Gedanken aber wohl ähnlich wie ich aufgenommen. Das freut mich sehr. Ich schreibe oft, um danach mich selbst zu lesen. Inspiration mag ich Platz einräumen und dafür räume ich schon gerne mal in mir auf. Es fühlt sich gut an wenn so eine Inspirationswelle schlicht ungehindert an den vielen eigenen Gedanken und Emotionen hindurch in den Fingern ankommt. 🙂 Danke Dir für Deine Gedanken.

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  3. Vom Trinkenden zum Ertrinkenden ist es für mich nicht weit: „Ich habe Gedanken, die, wenn ich sie verwirklichen und lebendig machen könnte, den Sternen ein neues Licht, der Welt eine neue Schönheit und dem Herzen der Menschen größere Liebe bringen könnten“, schrieb Fernando Pessoa. Bloß wollten weder die Sterne, noch die Welt, und erst recht nicht die Menschen ihm etwas davon abnehmen. Und so ist Pessoa an seiner eigenen Fülle ertrunken…

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