Liebster Award

Vielen Dank an Frau Flux für meine erste Nominierung.

https://frauflux.com/2016/06/03/hinsetzen-hausaufgaben/

Ihr Blog war einer der ersten, der mich dazu gebracht hat, sehr regelmäßig vorbei zu schauen. Immer mit der Vorfreude, einen ihrer Geistesblitze zu lesen.

Ich selbst habe gefühlt noch immer eine Eierschale auf dem Kopf und schaue mich voller Neugier in der Welt der vielen Bloggedanken um. Das zumindest klappt schon recht gut. Meinen eigenen Blog habe ich so weit unter Kontrolle, dass ich meine Beiträge irgendwie hinein hebe, hier und da noch in den falschen Feldern kommentiere und mich über erste Besucher und Reaktionen sehr freue. Nun bin ich nominiert für den Liebster Award und wieder erscheint mir alles neu. Wo kommt er her, wo will er hin und was sind das für Fragen, die ich da beantworten soll? Kurzerhand habe ich entschieden, einfach dankbar zu sein und mal zu machen. Kann ja nicht schaden.

Danke Frau Flux, für die knifflige Zeit und die spannenden Fragen, die ich jetzt gleich beantworte:

  •  In der Welt welchen Buches würdest du gerne leben?

Da würden mir einige Welten einfallen. Wäre vermutlich auch spannender ab und an mal von Welt zu Welt zu springen. Wenn ich mich wie von der Frage vorgegeben für eine entscheiden sollte, wäre es wohl die Welt des Erzählers der Nacht von Rafik Schami.

Ganz klar, so viel Zeit wie ich mit diesem Buch verbracht habe, mit dem sehr persönlichen Bezug und all den Emotionen, die mir zu der Geschichte geschenkt wurden. Das zu erklären, müsste ich weit ausholen. Da ich das bereits in meinem Blog getan habe, lege ich den Link gerne her für diejenigen, die es nachlesen mögen. https://sandayblog.wordpress.com/2016/03/30/1001-nacht-oder-das-maerchen-vom-erzaehler/

  • Was sind die besten Bedingungen für dich zum Schreiben?

Wenn meine Finger losschreiben und Herz und Kopf folgen.

  • Was wolltest du als Kind werden, wenn du erst erwachsen bist?

Einer meiner ersten Träume war sicherlich, im alten Palmenhaus im Frankfurter Palmengarten den Rest meines Lebens zu verbringen. Einfach, weil es mich immer, wenn ich eingetreten bin, in eine wundervolle Stimmung versetzt hat. So ein herrliches *NichtvondieserWeltGefühl*.

  • Bei welchem Film hast du zuletzt geweint?

Das Ende ist mein Anfang

Der Film basiert auf dem autobiographischen Besteller von Tiziano Terzani, mit Bruno Ganz in der Hauptrolle. Es lag wohl vor allem daran, dass ich dachte, mein ebenfalls an Krebs gestorbener Vater spielt und erzählt. Dasselbe Schmunzeln, selbst bei ernsten Gedanken. Es war wie ein Besuch von ihm. Man darf ja auch mit einem Lächeln weinen.

  • Wann bezeichnest du einen Menschen als humorvoll? Wenn du über ihn lachen kannst oder wenn er versteht, warum du lachst?

Letzteres, denn das ist die Brücke für gemeinsames Lachen.

  • Wendet man sich an dich, wenn etwas sofort erledigt werden muss?

Kommt darauf an, um was es geht. Wer sich an mich wendet, der weiß zumeist um meine Stärken und ahnt meine Schwächen. ,-)

  • Wenn du ein Baum wärst, welcher sollte es sein?

Eine Trauerweide bitte. Nah am Wasser und doch geerdet.

  •  Gibt es ein Gedicht, das du auswendig aufsagen könntest, ohne dass man dich genötigt hat, es zu lernen?

Das zählt nicht zu meinen Stärken. Aktuell nur das untenstehende, weil es mir gerade erst wieder in die Hände gefallen ist und sich an einer meiner Gehirnwindungen fest geschraubt hat.

Tadeln ist leicht, wie ihr wohl wißt.
Und höchst bequemlich!
Doch eins gibt’s, was noch leichter ist:
Nachbeten nämlich.

Franz Grillparzer (1849)

  • Welches ist dein peinlichstes Erlebnis?

Viele Jahre her, mein erstes großes Meeting mit allen wichtigen Köpfen. Zuvor ist ein sehr enger Freund von mir, fast schon Familie, gestorben. Ich saß hier einen Tag nach der Beerdigung, weil es nicht anders ging. Meine Nerven dünn, meine Augen dauerfeucht versuchte ich mich im anwesend sein. Vorne ein sehr unsicherer Redner, der gerade in eine Position gerutscht war, die ihm noch nicht zu Gesicht stand, versuchte die Selbstsicherheit aufzubringen, um seine Präsentation zu halten. Da fangen mein damaliger Chef zur Linken und mein Nachbar zur Rechten an, Witze zu machen. Das Lachen breitete sich aus, alles feixte und lachte und schließlich hat es auch mich erwischt. Es wurde lauter, es wurde um Ruhe gebeten, nichts half, der Raum dröhnte. Der Redner sprach völlig verunsichert mit hochrotem Kopf weiter. Dann kam, von wem auch immer, eine Ansage und der Raum verstummte in Sekunden.
Nur ich und mein Nervenkostüm waren durch, der Ausschalter bei mir nicht mehr zu finden. „Wenn Sie jetzt nicht sofort aufhören, bitte ich darum, den Raum zu verlassen“, dröhnte eine Stimme aus dem Off. Es blieb mir nichts, als mich durch alle Stuhlreihen hindurch zum Ausgang zu bewegen. Vorbei an all den ungläubig kopfschüttelnden Augen. Vor der Tür merkte ich erst, dass ich innerlich schon lange nicht mehr lachte. Die dringend notwendigen Tränen hatten sich ihre Bahn gebrochen und kullerten freigekämpft über mein noch immer glucksendes Lachen. Soweit das Erlebnis.

Als Ergänzung sei gesagt, ich habe mich persönlich beim Redner entschuldigt und mich im Anschluss auch bei den Kollegen erklärt. Das Schönste war, noch am selben Abend bestellte einer der Kollegen wie aus dem Nichts eine Lokalrunde, und hat alle dazu gebracht, mit mir gemeinsam zum Abschied auf das verstorbene K(C)arlchen anzustoßen. Schön, wenn am Ende doch eine solch schöne Erinnerung ihr Mäntelchen über eine wirklich peinliche Situation legt.
https://sandayblog.wordpress.com/2016/05/03/kcarlchen/

  • Kannst du freihändig Rad fahren?

Das habe ich lange nicht mehr probiert. Wäre aber sicher einen Versuch wert. Früher ging das recht gut. ,-)

  •  Was steht heute auf deiner Einkaufsliste?

Nichts, das Thema wurde bereits erledigt und der Einkaufszettel steht somit heute auf null.

Soweit zu mir, weiter geht’s.

Hier kommen meine Fragen:

  1. Du wirst ohne Navi im Irgendwo an einem See ausgesetzt. Was machst Du zuerst?
  2. Welche zwei Farben aus der gesamten Farbpalette würdest Du für Dich wählen?
  3. Du schreibst eine Postkarte an Dich. Was sollte nicht darauf stehen?
  4. Welches Musikstück sollte Dich, Stand heute, einmal aus dem Leben begleiten?
  5. Welcher Satz aus Deiner Kindheit, den andere gesprochen haben, ist Dir positiv in Erinnerung geblieben?
  6. Wir alle tragen Bilder in uns. Welches ist Dein schönstes Bild, das Du immer wieder hervorholst, wenn Du Dich selbst motivieren möchtest?
  7. Bist Du Links- oder Rechtshänder und hat das Einfluss auf Dein Leben?
  8. Womit verbringst Du gefühlt die meiste Zeit in Deinem Leben, wenn Du nicht schläfst?
  9. Nimmst Du Deine nächtlichen Träume mit in den Tag oder bleiben sie in der Nacht liegen?
  10. Angenommen, Dein Arbeitsplatz wäre nicht zu Hause und auch nicht zu weit weg. Würdest Du mit einem Esel zur Arbeit traben?
  11. Was bedeutet das Wort Schmuckstück für Dich?

 

Ich nominiere für den Liebster Award:

http://hostnig.wordpress.com

http://www.saetzeundschaetze.com

http://gedanketrifftpapier.wordpress.com

annaantonia1.wordpress.com

manfredvoita.wordpress.com

hansjoachimantweiler.wordpress.com

http://herbertwitzel.wordpress.com/

gedankenpalastblog.wordpress.com

lyrifant.wordpress.com

 

Der Leitfaden für die nominierten Blogs lautet wie folgt:

  • Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog in deinem Artikel.
  • Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
  • Nominiere zwischen 2 und 11 Blogger für den Liebster Award. Das sollten möglichst solche sein, die noch wenig bekannt sind, aber empfehlenswerte Inhalte bieten.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in deinen Liebster-Award-Blog-Artikel.
  • Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

Ihr Lieben, da das meine erste Nominierung ist, hoffe ich, dass ich alles Wichtige aufgenommen habe und nun auch richtig weitergebe. Ich würde mich sehr freuen, viele Antworten lesen zu dürfen. Und schon am Ende dieses Beitrags stelle ich fest, es gibt da was, worauf ich mich wirklich freue.

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22 Gedanken zu “Liebster Award

  1. Liebende San

    1. Als erstes entkleide Ich mich und vereine mich nackt in Ihm badend mit Ihm
    Ich lebe hier am Wörthsee und eines Abends schwimmend sprach Er also zu mir
    „Die Menschen wähnen zu verdursten und ertrinken doch täglich in Liebe“
    2. Gold und Grün
    3. Auf dieser Postkarte sollten keine Negationen stehen jedweder Art
    Im Umkehrschluß eine Liebeserklärung verzeih danach fragtest Du nicht…
    4. „Mwashah“ auch „Lemme“ genannt ein Nubisch Ägyptisches Liebeslied spielt meiner
    Seele Befreiung aus dem Körper auf lachend
    5.. Erinnerlich ist der Satz „Was du nicht willst das man Dir tu das füg auch keinem
    Anderen zu.“ Nur das Ich Ihn heute so spreche: Was Ich will das mir getan tue ich
    auch dem Mitmensch an.
    6. Das die Sonne auch des nachts andernorts scheint Blut und Tränen trocknet
    wärmt wachsen läßt und Licht ins Dunkel schenkt ist mein Vorbild
    7. Es scheint das Ich ursprünglich rechtshändig war Auto fahre ich meist nur mit der
    linken Hand und fixierend kneife Ich das rechte Auge zu was immer hier verzogen wurde
    8. Die meiste Zeit verbringe Ich damit Angst und Ihre Folgen in Lieben und Ihre Wirkungen
    zu überführen
    9. Meine Träume nehme Ich in den Tag mit denn was Ich mit den Engeln Cafe trinkend
    erfahren durfte will im Tage gelebt und erlebt verwirklicht sein
    10. Ja Ich würde mit dem Esel traben weil Ich selbst auch einer bin
    Im Vertrauen ein rasssiges Araberpferd täte Es auch…
    11. Das Schmuckstück in Reinform ist für mich ein jeder Mensch
    Orte Räume Plätze sind erst durch Ihn verschönt
    Vom Körperschmuck sind es auch Tattoos auf den Leib geschriebene Bekenntnisse
    Und jeglicher Schmuck ist sichtbar gewordener Gedanke geronnenes Gefühl und
    eine anrührende Geste den Edelmetallen und Mineralien hin Kunstwerke allemal

    Danke für Deine Fragen Sie sagen viel über Dich aus
    Dir Joachim von Herzen

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    • Lieber Joachim, herzlichen Dank, dass Du den Award und mit ihm seine Fragen angenommen und Deine Antworten mitgebracht hast. Derzeit lese ich voller Freude die so unterschiedlichen Antworten, die zeigen wie spannend der Mensch im Innern sich doch so unterschiedlich entfalten kann. Eine Freude, dass ich Deine Antworten lesen darf.

      Es grüßt lächelnd
      San

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  2. Mit großem Vergnügen habe ich deine Antworten gelesen, und mit einem Lächeln, wie es eben nur entstehen kann kennt man die Person hinter den Worten. Und freue mich, unter deinen Liebsten blogs zu sein, gerne heb ich das „Stöckchen“ auf und widme deinen Fragen etwas von meiner Zeit. Zumal sie sich wohltuend von der Food-Blogger-Welt abheben, danke!

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  3. Liebe San,
    ich hab mich sehr gefreut über die tollen Antworten, dass man sich so ein Bild über die Frau hinterm Blog machen kann und natürlich auch über meine Nominierung … nur habe ich mich aus den Blogparaden herausgenommen (als ich den Blog vor einigen Jahren aufmachte, gab es sehr viele Solche Stöckchen und ich kam eigentlich nicht mehr dazu, meine eigenen Sachen zu schreiben…). Da das auch auf unserem Impressum steht, sage ich jetzt überall ab – selbst wenn es mich, wie hier, jucken würde! Ich hoffe, Du verstehst das.
    Herzliche Grüße, Birgit

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  4. Wow! Das ging ja flott und dann auch noch so ausführlich.
    Diese Herausforderung hast du allerallerallerbestens gemeistert!
    Vielen Dank für deine Worte und mögen deine Finger weiterhin deinem Herz und Kopf folgen und uns noch viele Geschichten erzählen. 🙂

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    • Lieben Dank! So ist es. Wenn mich Dinge unruhig machen, entweder mache ich sie gleich oder nicht. Na und in diesem Fall dann doch lieber gleich. Wozu ist so ein Samstag denn da. Waren aber auch sehr schöne Fragen. Darf man eigentlich auch zurück nominieren? Da war ich unsicher. Würde ja zu gerne Deine Antworten auf meine Fragen auch lesen. 🙂

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