Messer – Gabel – Löffel

Ein Tisch. Er und sie haben Platz genommen. Sie halten die Löffel in der Hand.
Stochern still in Gedanken. Zur Vorspeise Buchstabensuppe aus alter Zeit.
Die Teller klein und übervoll. Sein Lachen schwappt zu ihr.
Sie schmunzelt und fischt im Trüben. Stille im Raum.
Sie schlürfen und schürfen in der Tiefe.
Angeln nach Tönen bis der Löffel auf dem Boden kratzt. Löffel geht Gabel kommt.
Sie hoffen auf ein gutes Blatt. Im Schneckentempo kriecht Salat herbei.
Ganz schön kalt hier. Kein Augenkontakt. Die Gabeln stochern und gehen leer aus.
Stattdessen schießt sie mit Tomaten. Schwamm da ein Fisch?
Hände suchend auf der Tischplatte. Brot findet den Weg nicht.
Sie nehmen Gabel samt Messer auf.
Das Lamm trabt auf die Schlachtbank. Gut versteckt bleibt es heute verschont.
Hunger meldet sich. Es blubbert und Messer werden abgelegt.
Perfekter Stich. Blutet sie? So ein Früchtchen. Sie streift es auf der Tischdecke ab.
Keine Verbindung. Ein Duft greift die Nase an und lockt sie aus der Reserve.

Endlich. Hände berühren sich, helfen einander.

Sie beißt zu und schluckt. Kauen und verdauen
Licht an.
Strahlende Erleichterung.

Diese Nacht bleibt es hell.

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