Schwarz-weiß oder Farbeimer?

„Ein Tag für eine Geschichte“, dachte sie sich und zog ihren Lieblingsblock hervor.Ein weißes Blatt blickte ihr klar entgegen. Würden die geschundenen Wände um sie herum, nur schon wieder so strahlen. Aber es war kein Tag zum Wände streichen und wenn, sollten diese sich doch Bitteschön anderen Farbtönen hingeben. „Heute ist ein Tag zum Schreiben, fertig aus basta!“ bestärkte sie sich selbst, und zog ihren Bleistift hervor.
Ohne den Hauch einer Ahnung, was sich gleich auf dem Papier zeigen sollte, flossen ihre Gedanken direkt in ihre Finger, um über die Bleimine gleitend, sichtbar auf dem Papier zu landen.
So vergingen die Minuten.
Buchstaben, Worte und Sätze tröpfelten gelassen auf das Papier. Als sie schließlich aufsah, konnte sie diese wohl erkennen, mehr aber auch nicht. Kein Wort passte zu seinem Nachbarn und nach jedem Punkt, hätte sie am liebsten ein Fragezeichen platziert. Grimmig starrte sie auf das mittlerweile schwarz-weiße Papier. Würden sich hier wenigstens formschöne chinesische Schriftzeichen blicken lassen, hätte sie vermutlich noch versöhnlich gelächelt. Denn die hätte sie dann einfach über die Schandflecke an den Wänden hängen können.
Doch das Einzige was sie erkannte, waren inhaltslose, leere Gedanken.
Nicht zumutbar um sich länger damit zu beschäftigen, aber ein guter Grund,
endlich nach dem bereitstehenden Farbeimer zu greifen.
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